König-Ludwig-Lauf
Gemeinsam am Start für die Ironman-Hilfe-Kinderrheuma, so lautete das Motto für die Teilnahme beim diesjährigen König-Ludwig-Lauf in Oberammergau. Am Start waren insgesamt 16 Mitarbeitende, die an den Wettbewerben 45, 21 & 10 km Skating sowie 21 & 10 km Klassisch-Langlauf teilnahmen. Am Wettkampf-Sonntag gingen zehn Klinik-Mitarbeiter*innen auf die 21 km Klassisch-Strecke. Dabei wurden für alle gelaufenen Kilometer 1.125 Euro gespendet.
Ironman Christoph Selbach fehlte leider krankheitsbedingt am Start des König-Ludwig-Laufs. So übernahm Klinik-Chefarzt Prof. Dr. med. Johannes-Peter Haas noch vor dem Wettkampf mit dem Klinik-Team die symbolische Scheckübergabe für das Spendenjahr 2025. Die Ironman-Hilfe-Kinderrheuma sammelte im vergangenen Jahr 2025 mit ihren Spendenprojekte 8.240 Euro für das Deutsche Zentrum für Kinder- und Jugendrheumatologie. Selbach unterstützt mit seiner Aktion das Bewegungsanalyse Labor der Rheuma-Kinderklinik.
Christoph Selbach schwimmt, radelt und läuft seit 2012 für das Projekt der Bewegungsanalyse des Deutschen Zentrums für Kinder- und Jugendrheumatologie. Ironman Christoph Selbach ist als Erwachsener selbst an Rheuma erkrankt und zeigt seit vielen Jahren kleinen und großen Rheuma-Patient*innen, was trotz einer chronischen Erkrankung möglich ist.
Christoph Selbach
Im Jahr 2009 erkrankte Selbach an Rheuma (Rheumatoide Arthritis). Seit dem Tag als er von seiner Krankheit erfuhr, ist Christoph Selbach sportlich aktiv. Angefangen mit dem Laufen, dann Radfahren und nun in der Disziplin Triathlon – denn Sport tut ihm gut. Mit intensiver Physio- und Sporttherapie hat sich der rheumakranke Triathlet wieder zurück in’s Leben gekämpft. Mit seinen sportlichen Aktivitäten und seinem Spendenlauf-Projekt ‚Ironman-Hilfe-Kinderrheuma‘ ist Christoph Selbach inzwischen zu einem Botschafter für rheumakranke Kinder- und Jugendliche geworden.
Mehr Informationen unter: www.ironman-hilfe-kinderrheuma.de
Kinderrheuma
Kindliches Rheuma ist eine sogenannte Autoimmunerkrankung, die medizinisch als „juvenile idiopathische Arthritis“ (JIA) bezeichnet wird. Die entzündeten Gelenke verursachen den Kindern Schmerzen, so dass es zu Schonhaltungen kommt. Außerdem verändern sich die Gelenksflächen und –kapseln und damit die Gelenksbeweglichkeit. Das muskuläre Kräfteverhältnis an den betroffenen Gelenken verändert sich. Bei Kindern bilden sich in kurzer Zeit Fehlstellungen aus. Diese können auch weiterbestehen, wenn die Gelenkentzündungen durch eine erfolgreiche medizinische Behandlung ausgeheilt sind. Deshalb ist neben der fachgerechten Behandlung mit Medikamenten auch eine Behandlung durch Krankengymnastik und Ergotherapie sehr wichtig.
3D-Bewegungsanalyse
Die 3D-Bewegungsanalyse an Europas größter Kinderrheuma-Fachklinik ist eines von wenigen Laboren weltweit, das sich speziell der 3-dimensionalen Erforschung funktioneller Bewegungen von Patienten mit JIA widmet. Über 2200 Bewegungsanalysen an Rheumapatienten wurden bisher durchgeführt. Die hier gewonnenen Daten dienen zur individuellen Diagnostik, als Basis zur allgemeinen Therapieplanung, für die Entwicklung gezielter Sport- und Fitnessprogramme sowie für wissenschaftliche Analysen. Das zugrundeliegende Ziel jedes dieser Arbeitsbereiche ist, die Funktionalität rheumakranker Kinder und Jugendlicher weiter zu verbessern und die Alltagsbeschwerden zu minimieren.


