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10 Fragen über über Kinderrheuma
Welche Arten von Rheuma gibt es bei Kindern?Die häufigsten Erkrankungsgruppen sind
Bei diesen Erkrankungsgruppen kann sich der Entzündungsprozeß jeweils in unterschiedlichen Körperregionen abspielen, so daß man, unabhängig von der Grundkrankheit, von Gelenk-, Organ-, Augen-, Haut-, Muskel- und Weichteilrheuma sprechen könnte (mehr Informationen). Dürfen wir als Eltern weitere Kinder bekommen - ist Rheuma erblich?Erbfaktoren spielen neben anderen Faktoren zwar eine Rolle, "Rheuma" ist aber nicht direkt vererblich. Das Risiko, daß weitere Geschwister auch an Rheuma erkranken, ist nur wenig gegenüber der "Normalbevölkerung" erhöht. Von weiteren Kinder ist also nicht abzuraten. Rheuma beim Kind - in welchem Alter kann Rheuma denn auftreten?Einige rheumatische Erkrankungen, z.B. der Neugeborenen-Lupus oder das sogenannte CINCA-Syndrom, können schon bei Neugeborenen auftreten. Die häufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung im Kindesalter, die JCA, tritt im Kleinkind-, Schul- oder Jugendlichenalter auf. Infektionsbedingtes Rheuma tritt in der Regel erst nach dem 1. Lebensjahr auf, Vaskulitissyndrome vom Kleinkindalter an und Kollagenosen meist erst ab Schulalter. Wie kann man Rheuma beim Kind frühzeitig erkennen?Dann zu vermuten, wenn Gelenkschwellung und/oder -erwärmung oder auch bestimmte Organentzündungen länger als 6 Wochen andauern und keine Ursache gefunden werden kann (mehr Informationen). Was ist die Ursache von Rheuma?Bislang ist die Ursache nicht bekannt. Heute geht man meist davon aus, daß durch ein "unglückliches" Zusammentreffen innerer (abnorm reagierendes Immunsystem) und äußerer (Viren? Bakterien? Andere Stoffe aus der Umwelt?) Faktoren "Rheuma" ausgelöst wird. Ist Rheuma bei Kindern heilbar?Die Ursache von "Rheuma" ist nicht bekannt. Wir verfügen insofern bislang auch nicht über ein ursächlich wirkendes Mittel. Durch die heute verfügbaren Therapiekonzepte läßt sich bei frühzeitiger Behandlung jedoch in den meisten Fällen ein gutes Ergebnis erzielen. "Rheuma" im Kindesalter kann auch jederzeit wieder zum Stillstand kommen. Welche Behandlung wird empfohlen?In der Regel ist ein "mehrdimensionales" Behandlungskonzept wie das Garmischer Behandlungskonzept, das einen ganzheitlichen Therapieansatz verfolgt, zu empfehlen. Ist die Behandlung nicht schlimmer als die Erkrankung selbst - siehe Beipackzettel?Unter der Voraussetzung, dass die Behandlung durch spezialisierte Kinderrheumatologen ausgearbeitet und überwacht wird, ist das Risiko von bleibenden Schäden durch die medikamentöse Therapie gering. Ist es nicht sinnvoller, gerade bei Kindern "alternative" Behandlungsmethoden einzusetzen?Das eine schließt das andere nicht aus. Wir setzen ausgewählte "alternative" Methoden als zusätzliche ("komplementäre") Maßnahmen zum Einsparen von herkömmlichen Medikamenten ein. Als alleinige Therapie sind "komplementäre" Methoden, wie der Name schon sagt, nicht zu empfehlen, allenfalls bei Weichteilrheumatismus zu diskutieren. Welchen Einfluß hat die Ernährung?Bestimmte Entzündungsstoffe, die Prostaglandine und die Leukotriene, entstehen im Körper aus der Arachidonsäure. Die Arachidonsäure stammt aus dem eigenen Körper und aus tierischen Fetten. Eine Verminderung tierischer Fette in der Nahrung kann insofern helfen, antientzündlich wirksame Medikamente einzusparen. Beim Kind muß jedoch bedacht werden, daß Wachstum einschließlich körperlich-geistiger Entwicklung bestimmter Nährstoffe und eines Mindestmaßes an "Kalorien" bedürfen. Wichtig ist also die ausgeglichene, genügende Zufuhr aller erforderlichen "Nahrungsbausteine" wie Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine und Spurenelemente. Jede neue Kostform deshalb mit dem Kinderarzt absprechen! |
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