Ausbildung, Lehre und Forschung

Wir sind ein akademisches Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians Universität München und damit in die Ausbildung von Studenten integriert. Daneben sind wir Betreiber einer Berufsfachschule für Kinderkrankenpflege und ein Weiterbildungszentrum für Ärzte in der Ausbildung zum Pädiater und/oder Kinderrheumatologen.

Ausbildung & Lehre

  • Weiterbildungszentrum für Kinderheilkunde (Weiterbildungsermächtigung für 30 Monate)
  • Ausbildungszentrum für Kinderärzte im Teilgebiet Kinderrheumatologie (volle Weiterbildungsermächtigung)
  • Ausbildungszentrum Kinderkrankenpflege in unserer hauseigenen Berufsfachschule
  • Ausbildungsbetrieb für medizinische Assistenzberufe
  • jährliches Symposium für Kinder- und Jugendrheumatologie
  • regelmäßige Symposien zu den Themen Sport und Rheuma sowie Therapie chronischer Schmerzen
  • Vorträge auf diversen Fachveranstaltungen

     

Forschungsprojekte

Biobanken

  • GABi (Garmischer Arthritis Biobank) ist eine Biobank, die zur Erforschung von rheumatischen Erkrankungen im Kindesalter am DZKJR dienen soll. Dabei werden Biomaterialien (Blut und Gelenksflüssigkeit) von Patienten mit verschiedenen rheumatischen Erkrankungen gespeichert, um in anonymisierter Form interessierten Arbeitsgruppen zur Verfügung gestellt zu werden. Das GABi-Projekt wird aus Einnahmen für Vorträge von Mitarbeitern finanziert.
  • Das  AIDnet  ist eine Biomaterialbank zur Untersuchung autoinflammatorischer Syndrome und der systemischen juvenilen Arthritis  (Multizentrisches AID-Net). Geleitet von der Universität Münster werden von Patienten mit periodischen Fiebersyndromen Biomaterialien gesammelt und zentral ausgewertet. Das Projekt wird vom  Bundesministerium für Bildung und Forschung (Förderkennzeichen 01 GM 097) unterstützt.

Studien am DZKJR

  • Die SEPIA-Studie (Garmisch-Partenkirchner Fall-Kontroll-Studie zu malignen Erkrankungen bei Patienten mit juveniler idiopathischer Arthritis ) ist eine wissenschaftliche, zweijährige Studie unter der Leitung der Ludwigs-Maximilians-Universität München, welche untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen der Medikation mit Biologika bei Kinderrheuma und der Erkrankung an Malignomen gibt. Die Studie wird durch den Förderverein „Hilfe für das rheumakranke Kind“ finanziert.
  • JASMIn (Juvenile Arthritis-Studie zur Methotrexat-Intoleranz) untersucht die Häufigkeit und den Verlauf von Intoleranzsymptomen (Übelkeit/Bauchschmerzen) bei Behandlung mit Methotrexat, einem häufig verwendeten Arthritismedikament. Gleichzeitig wird mit molekulargenetischen Methoden der Zusammenhang mit bekannten Genen, die die Verarbeitung von Methotrexat verändern können, untersucht. Die Studie wird unterstützt durch den Förderverein "Hilfe für das rheumakranke Kind".
  • Die Rituximab-Studie untersucht die Veränderungen des Immunsystems unter Behandlung mit Rituximab, einem modernen immunsuppressiven Medikament, das vor allem bei schweren Autoimmunerkrankungen eingesetzt wird. Ziel der Studie ist es, Empfehlungen zur Überwachung und frühzeitigen Erkennung von Nebenwirkungen zu erstellen. Die Studie wird unterstützt durch den Förderverein "Hilfe für das rheumakranke Kind".
  • Die Studie zu Impfungen unter Immunsuppression untersucht die Verträglichkeit und Wirksamkeit der Impfung gegen Windpocken unter Behandlung mit immunsuppressiven Medikamenten.
  • Das 3D-Bewegungsanalyselabor für Kinder und Jugendliche mit Rheuma führt zur Zeit zwei Studien durch:
  • Die PMW-Studie untersucht die Wirksamkeit eines Heimübungsprogramms (Präventives Mobilitätsworkout) zur Verbesserung der Beweglichkeit, Kraft und Koordination der unteren und oberen Extremität bei Kindern mit rheumatischen Erkrankungen. Dabei wird die Wirkung des Heimübungsprogramms mittels computerunterstützter 3D-Bewegungsanalyse ausgewertet. Diese Studie wird durch die Deutsche Kinderrheumastiftung unterstützt.
    Die TNF-Funktionalitätsstudie untersucht die Verbesserung der Beweglichkeit bei Kindern mit rheumatischen Erkrankungen durch Behandlung mit sog. TNF-Blockern (Biologika). Die Wirkung der Medikamente werden mittels Gleichgewichtsmessungen, Bestimmung der Alltagsaktivität und 3D-Bewegungsanalysen computerunterstützt analysiert. Die Studie wird unterstützt durch die Firma Pfizer.
  • Die sJIA-Phänotypstudie untersucht die Häufigkeit des Übergangs der akuten systemischen Arthritis in eine langfristige chronisch-aktive Erkrankung mit Polyarthritis (CAPA-SoJIA) mit Charakterisierung des Autoantikörperprofils (epidemiologische Erhebung). Die Studie wird unterstützt durch die Firma Novartis.

Studien in Zusammenarbeit mit der pharmazeutischen Industrie

  •  ß-SPECIFIC 3 Erweiterung einer randomisierten, doppelblindgeführten placebokontrollierten Studie zur Wirksamkeit von Canakinumab bei Patienten mit systemischer juveniler idiopathischer Arthritis. Die Studie wird durchgeführt von der Firma Novartis.
  •  STRIVE ist eine globale Beobachtungsstudie zur Untersuchung der Langzeitsicherheit von Adalimumab (Humira(R)) bei Patienten mit mässiger bis schwerer juveniler idiopatischer Arthritis über 10 Jahre. Die Studie wird durchgeführt von der Firma AbbVie (früher Abbott).

Register

  •  ICON   ist eine standardisierte Befragung kürzlich erkrankter Patienten mit einer juvenilen idiopathischen Arthritis (JIA). Ziel ist insbesondere Faktoren herauszufinden, die den Verlauf der Erkrankung beeinflussen. Dieses Multicenter-Register wurde mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung an den 10 größten deutschen Kinderrheumazentren aufgebaut.
  • Die  Kinder-Kerndokumentation  wird seit 1997 neben der Erwachsenenkerndokumentation bundesweit durchgeführt. In der Kerndokumentation werden an kinderrheumatologischen Einrichtungen gesehene Kinder und Jugendliche mit rheumatischen Erkrankungen erfasst. Sie verbindet Aufgaben der evaluativen Versorgungsforschung mit klinisch-epidemiologischen Fragestellungen zu Krankheitslast und Prognose einzelner Krankheitsbilder.
  • Das  BIKER Register  soll durch die langfristige Beobachtung der Patienten über einen Zeitraum von ca. 5 Jahren Aussagen über Wirkungen und Nebenwirkungen von der Behandlung mit Etanercept sowie weiteren Biologika im Kindes- und Jugendalter möglich machen.
  • Das  JuMBO-Register  stellt eine Weiterführung des Kinder-Biologika-Registers (BIKER) dar. Die weitere Beobachtung der erwachsenen Patienten über einen Zeitraum von zunächst 8 Jahren soll Aussagen über die Langzeitwirksamkeit und -sicherheit einer Behandlung mit Etanercept (im Vergleich zu MTX) sowie zu den Folgekosten der JIA im Erwachsenenalter ermöglichen.