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Ana 1:1280, Ak gg. dsDNA im Elisa erhöht, aber im Clif nicht, Glomerulonephritis


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Verfasst am: 03. 05. 2016 [19:18]
kk9979
Karina
Themenersteller
Dabei seit: 25.06.2013
Beiträge: 2
Sehr geehrte Frau Dr. Haefner,

ich habe eine Frage. Bei mir 35 Jahre wurde als Teenager eine idiopathische membranöse Glomerulonephritis mit nephrotischen Syndrom festgestellt. Dieses ist zur Zeit seit ein paar Jahren in Remission. Kann man jetzt davon ausgehen, ob ich jetzt geheilt bin? Ich habe nämlich Berichte gelesen, dass die primäre mGN auch eine Autoimmunerkrankung ist und erforscht wurde, dass man Antikörper gegen Podozyten hat bei dieser Erkrankung. Damals war das ja noch nicht bekannt. Sollte ich weiterhin in nephrologischer Kontrolle bleiben?

Und nun zum eigentlichen: ich habe seit ein paar Jahren auch einen erhöhten Ana-Titer von 1:320 und auch ein paar mal 1:1280. Vor ein paar Monaten wurde dann ein erhöhter Antikörper gegen DsDNA im ELisa festgestellt. Da die Antikörper im Clif-Bestätigungstest aber negativ blieben, hielt man es für eine unspezifische Reaktion im Elisa.

Es häufen sich jedoch die Symptome:

- Unruhe, Gefühl von Herzklopfen und Herzrasen,
- Zittrige Hände, wackelige Knie
- Leistungsabfall,
-Schlapp sein, Müdigkeit
-phasenweise täglich geschwollene Wangen/ wie aufgedunsen
-Schlafstörungen
- Rosazea
-chron. Urtikaria und Angioödeme unklarer Genese
-Gastritis Typ C
-verkleinerte Schilddrüse
-Eisenmangelanämie
-Vitamin B12 und D3-Mangel
-Lymphfollikel im Darm, aber kein Lymphom (reaktiv entzündliche Veränderungen)
-Refluxösophagitis.

Sollte ich nochmal alles abklären lassen? Es gibt Ärzte, die meinen, dass ich auf jeden Fall die Sache in Zusammenschau untersuchen lassen soll und dann hat mir ein Arzt gesagt "ich sollte doch nicht nach Sachen suchen, die keine wären". Fühle mich verunsichert, weil wohl fühle ich mich nicht, ehrlich gesagt.

Was meinen Sie zu dem Ganzen? Was bedeutet, das m it dem ELisa-Test und Clif-Test - könnte es doch Lupus sein? Kann man eine weitere Kontrolle der Glomerulonephritis vernachlässigen oder doch nicht? Wäre dankbar für eine Einschätzung. Vielen DAnk.


Verfasst am: 17. 05. 2016 [17:40]
Haefner
Dr. Renate Häfner
Dabei seit: 05.10.2005
Beiträge: 893
Liebe Karina,
Sie sollten sich unbedingt rheumatologisch untersuchen lassen. Die Befunde können zwar alle relativ harmlos sein, aber wenn Sie sich anhaltend unwohl fühlen, muss man den Verlauf genau beobachten. Da wäre es am besten, wenn Sie bei einem Rheumatologen/ einer Rheumatologin regelmäßig untersucht werden können zu dem / der Sie dann auch Vertrauen haben. Es ist wichtig, dass man die Laborbefunde mit den klinischen Beschwerden zusammen interpretiert. Nur so kann man entscheiden, was für eine Therapie relevant sein könnte.
Ich wünsche Ihnen alles Gute und gute Besserung.
Mit den betsen Grüßen
Dr. Renate Häfner