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Hoher ANA-Titer


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Verfasst am: 05. 12. 2015 [10:53]
FamilieVoelk
Themenersteller
Dabei seit: 05.12.2015
Beiträge: 1
Sehr geehrte Frau Dr Häfner,
unsere Tochter wird in ein paar Wochen sechs Jahre. Seit dem sie drei Monate alt ist, litt sie immer wieder an Pseudokrupp Anfällen und immer wieder unter Bronchitis. Bis wir im letzten Jahr darauf bestanden von unserem Kinderarzt zu einem Lungenfacharzt überwiesen zu werden. Dort machte man erst einen Lungenfunktionstest, den sie leider nicht bestanden hat. Es folgte eine Ph-Metrieim letztes Jahr im Dezember. Die war auch auffällig. Sie wurde Medikamentös behandelt bis dieses Jahr im Oktober eine Gastro-und Bronchoskopie gemacht wurden. Dort kam heraus, daß sie eine chronische eitrige Bronchitis hat, die durch Bakterien entstand. Mittlerweile bekommt sie seit drei Wochen Antibiotika. Dabei wurde ihr auch Blut abgenommen. Dabei kam heraus, dass ihr ANA-Titer bei 1:10240 liegt. Unser Kinderarzt hat dann nochmal Blut abgenommen und den scl 70 bestimmt. Der sei wohl unauffällig gewesen, aber die Antikörper Werte seien immer noch so hoch. Sie hat dann alles zum Lungenfacharzt gefaxt und zu uns gesagt, wir sollen uns mit ihm in Verbindung setzen um zu klären wie es weiter geht. Dieser meinte, wir hätten ja im Januar eh einen Termin bei ihm, da können wir ja dann alles weitere besprechen. Wäre es nicht wichtig, weitere Unersuchungen zu machen? Wie können/ sollen wir weiter vorgehen?
Unsere Tochter klagt immer mal über schmerzen im Bein und sagt auch manchmal, ihre Füße seien eingeschlafen. Wäre es sinnvoll mal zu einem Kinderrheumatologen zu gehen oder ist es wirklich ausreichend erst im Januar zum Lungenfachrzt zu gehen?
Vielen Dank im Voraus
Familie Völk
Verfasst am: 07. 12. 2015 [11:35]
Haefner
Dr. Renate Häfner
Dabei seit: 05.10.2005
Beiträge: 893
Sehr geehrte Familie Voelk,
Der ANA-Titer muss natürlich weiter beachtet werden. In erster Linie wird man nach weiteren Untergruppen der ANA suchen, der SCL70 ist nur einer dieser Werte. Das könnte vielleicht auch Ihr Kinderarzt schon im voraus machen, eine sogenannte ANA-Differenzierung. Dann ist es wichtig zu untersuchen, ob Ihre Tochter weiter Probleme hat, z.B. Niere, Skelettsystem, Haut etc.
Insgesamt wäre dies schon die Aufgabe für einen Kinderrheumatologen. Wenn es Ihrer Tochter soweit gut geht, kann das wahrscheinlich bis nach Weihnachten warten und ich kann natürlich auch nicht beurteilen, wie weit der Lungenspezialist da auch dran bleibt. Ansprechpartner ist in erster Linie Ihr Kinderarzt, der die Spezialisten in der Umgebung am besten kennt.
Ich hoffe, es findet sich bald eine Diagnose und gute Therapie für Ihre Tochter.
Mit den besten Grüßen
Dr. Renate Häfner