15.09.2016

Internationaler Tag der Patientensicherheit

Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugendrheumatologie ist Mitglied im „Aktionsbündnis Patientensicherheit“ e.V.


Der internationale Tag der Patientensicherheit am 17.September hat in diesem Jahr das Schwerpunktthema „Medikationssicherheit“. Dies nehmen wir zum Anlass, Ihnen über einige unserer Vorkehrungen zu berichten, um korrekte Medikamentengaben sicher zu stellen.

Neben umfassenden Patientenaufklärungen und altersgestaffelten Schulungen mit Know-how-Check, minimieren wir durch Time-out und Verwendung standardisierter Spritzenetiketten auf Grundlage der ISO-Norm 26825 mögliche Risiken.Unsere Pflegestandards zur sicheren Medikamentenvergabe entsprechen in unserem Haus den aktuellsten Anforderungen und werden regelmäßig geschult.

Hierbei ist bezüglich der Medikationssicherheit die stringente Einhaltung der sogenannten „6-er R-Regeln“ (oder Sechsmal "Richtig") von Bedeutung.
Dies ist ein Hilfsmittel zur Kontrolle der korrekten Ausgabe, Verabreichung bzw. Einnahme von Arzneimitteln nach der der ärztlichen Einnahmevorschrift.

 

 

  1. Richtiger Patient
  2. Richtiges Medikament
  3. Richtige Dosierung und Konzentration
  4. Richtiger Zeitpunkt
  5. Richtige Verabreichungsart
  6. Richtige Dokumentation

Kontrollen nach dem 4- bzw. 6-Augen-Prinzip sind ebenso Standard wie ärztliches Gegenzeichnen der pflegerisch ausgeführten und verschriftlichten Anordnung. Weiterhin verfügen wir über ein internes Fehlermanagement, beteiligen uns freiwillig am einrichtungsübergreifenden Meldesystem „KH-CIRS“ und sind Mitglied im „Aktionsbündnis Patientensicherheit“ e.V.

Wir verfolgen und messen unsere Komplikationsraten bei:

  • Medikamentengaben
  • Sedierungen
  • Gelenkeinspritzungen

Ein offenes und respektvolles Miteinander bedingt eine positive Fehlerkultur, um aus eigenen und fremden „Beinahe-Fehlern“ zu lernen. Im Jahr 2015 konnten wir mit 0,25% eine äußerst niedrige Komplikationsrate vorweisen  – getreu unserem Motto: „in guten Händen gesund werden“ freuen wir uns, dass durch diese umfassenden Maßnahmen bisher kein schwerwiegender Medikationsfehler bei den uns anvertrauten jungen Patienten vorgekommen ist.