03.06.2019

Deutsche Schmerzgesellschaft veranstaltet am 4. Juni Aktionstag gegen den Schmerz

Zentrum für Schmerztherapie junger Menschen beteiligt sich jährlich am bundesweiten Aktionstag gegen den Schmerz


"Natur pur" am Aktionsnachmittag der Station für Schmerztherapie - v.li.: Antonia Stiller, Rieke Evers, Eliane Mohyla, Anja Krieger (Kinderkrankenpflegerin), Michaela Sigge (Erzieherin)

Deutsche Schmerzgesellschaft

Seit vielen Jahren beteiligt sich das Zentrum für Schmerztherapie junger Menschen am bundesweiten Aktionstag gegen den Schmerz. Die Deutsche Schmerzgesellschaft will umfassend über das Thema informieren und aufklären. Das multimodale Therapiekonzept der Fachabteilung für Schmerztherapie beinhaltet viele "Therapie-Bausteine". Einer davon ist der Aktionsnachmittag, der gemeinsam von dem Pflege- und Erziehungsdienst sowie Mitarbeitern des Klinik-Sozialdienstes veranstaltet wird. Wöchentlich werden für die beiden Stationen zwei Aktionsnachmittage durchgeführt. Dabei geht es um Spaß, Aktion und Freude am gemeinsamen Gruppenerlebnis. Die Schmerzen rücken in den Hintergrund und das vielseitige Erleben mit Gleichgesinnten, die Ablenkung bei unterschiedlichen Aktivitäten, lenken den Focus weg vom Schmerz. "Natur pur" - war das Motto des vergangenen Aktionsnachmittages. Kinderkrankenschwester Anja Krieger und Erzieherin Michaela Sigge ließen sich etwas ganz besonderes für diesen Nachmittag einfallen. Entlag des Naturlehrpfades mussten die Patienten gemeinsam verschiedene Rätsel und Aufgaben lösen. Am Ende des Weges gab es für jeden noch eine "Such- und Sammelaufgabe". Denn zum Abschluss des Aktionsnachmittages sollte jeder noch einen Beitrag zu einem Natur-Mandala beisteuern. So entstand bei herrlichem Sommerwetter aus unterschiedlichen Naturmaterialien ein kleines Natur-Kunstwerk, zu dem jeder etwas beisteuerte. Stolz präsentierten die Patienten bei dem gemeinsamen Gruppenbild ihr gelegtes Mandala.

Zentrum für Schmerztherapie junger Menschen

  • erste Spezialstation für chronisch schmerzerkrankte Kinder und Jugendliche in Süddeutschland
  • seit 2014 Anerkennung als erste Fachabteilung mit 34 Betten, zur Behandlung von Schmerzen im Kindes- und Jugendalter in Bayern
  • Behandlung von chronischen Schmerzerkrankungen: muskuloskelettale Schmerzen, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen
  • Behandlung von jährlich bis zu 500 Kinder- und Jugendlichen mit chronischen Schmerzerkrankungen
  • interdisziplinäres multimodales Schmerztherapiekonzept; Behandlung und Betreuung durch: Ärzte, Psychologen, Psychotherapeuten, Physio- und Ergotherapeuten, Sozialpädagogen, Kind

Die Deutsche Schmerzgesellschaft

Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. ist mit über 3.500 persönlichen Mitgliedern die größte wissenschaftlich-medizinische Fachgesellschaft im Bereich Schmerz in Europa. Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. ist Mitglied der IASP (International Association for the Study of Pain) sowie der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften). Sie ist zudem die interdisziplinäre Schmerzdachgesellschaft von derzeit 19 mitgliederstarken weiteren medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften im Bereich Schmerz. Diese Perspektive wird zudem erweitert durch die institutionellen korrespondierenden Mitgliedschaften folgender Vereinigungen: SchmerzLOS e. V. Vereinigung aktiver Schmerzpatienten, MigräneLiga e. V. Deutschland, Milton H. Erickson Gesellschaft für klinische Hypnose (M.E.G.), Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer manual medizinischer Akutkliniken e. V. (ANOA), Interdisziplinäre Gesellschaft für Psychosomatische Schmerztherapie e. V. (IGPS), CRPS Netzwerk - Gemeinsam stark CRPS Bundesverband Deutschland e. V., RLS e. V. Deutsche Restless Legs Vereinigung, ICA Deutschland e. V. Förderverein Interstitielle Cystits in der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V.

 

Die Mitgliedschaft der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V. ist interdisziplinär und interprofessionell und besteht aus Schmerzexperten aus Praxis, Klinik, Psychologen, Pflege, Physiotherapie u. a. sowie wissenschaftlich ausgewiesenen Schmerzforschern aus Forschung, Hochschule und Lehre.

 

Etwa 23 Mio. Deutsche (28 %) berichten über chronische Schmerzen, 95 % davon über chronische Schmerzen, die nicht durch Tumorerkrankungen bedingt sind. Legt man die „Messlatte“ der Beeinträchtigung durch die Schmerzen zugrunde, so erfüllen 6 Mio. Deutsche die Kriterien eines chronischen, nicht tumorbedingten, beeinträchtigenden Schmerzes. Die Zahl chronischer, nicht tumorbedingter Schmerzen mit starker Beeinträchtigung und assoziierten psychischen Beeinträchtigungen (Schmerzkrankheit) liegt bei 2,2 Mio. Deutschen.