05.06.2018

Bundesweiter Schmerzaktionstag

Zentrum für Schmerztherapie junger Menschen beteiligt sich an dem Aktionstag der Deutschen Schmerzgesellschaft mit dem Projekt - "Tanz den Schmerz weg"


Deutsche Schmerzgesellschaft

Tanzprojekt - Tanz den Schmerz weg

Tanzprojekt - Tanz den Schmerz weg

Die meisten Jugendlichen haben Freude an Musik und Spaß am Tanzen. Hinter Begriffen wie Hip Hop, Streetdance, Isolation oder Dancehall verstecken sich angesagte Tanzstile, die Jugendliche begeistern. Patienten mit Schmerzen hören oft auf zu tanzen oder fangen erst gar nicht an, auch wenn der Wunsch vorhanden ist. Dabei ist es häufig gar nicht der unmittelbare Schmerz, sondern eher die Angst vor Schmerzen, die sie vom Tanzen abhält. Diesem Aspekt widmet sich das Zentrum für Schmerztherapie junger Menschen im Rahmen des bundesweiten Schmerzaktionstages der Deutschen Schmerzgesellschaft mit dem Projekt „Tanz den Schmerz weg“.

Tanzen kann Stress, Ängste und Schmerzen reduzieren und die Beweglichkeit verbessern. Klassische Tanztherapie bezieht selten die stilistischen Interessen der Jugendlichen ein. Deshalb wurde 2017 am Zentrum für Schmerztherapie ein Pilotprojekt durchgeführt, bei dem ein jugendlicher ortsansässiger Tanzcoach mit einer Patientin eine Choreografie aus Hip Hop und Ballett erstellt hat.

Da das Projekt sowohl bei MitpatientInnen als auch auf Kongressen auf Interesse stieß, wird es seit 2018 in Kleingruppen durchgeführt und bezüglich Freude, Schmerzstärke, Beweglichkeit, Reduktion von Bewegungsängsten und ähnlichen Parametern evaluiert. Stilrichtungen sind hauptsächlich Hip Hop und Streetdance, die Interessen und Fähigkeiten der PatientInnen fließen zusätzlich ein. Die PatientInnen werden an der Entstehung der Choreografie beteiligt - Freude an Bewegung, guter Musik und „angesagte Moves“ werden kombiniert.

Ziel bei diesem Projekt ist es, die Jugendlichen erfahren zu lassen, dass sie ihre musikalischen und tänzerischen Interessen ausüben können und zugleich den Schmerz wegtanzen.

Die Deutsche Schmerzgesellschaft

Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. ist mit über 3.500 persönlichen Mitgliedern die größte wissenschaftlich-medizinische Fachgesellschaft im Bereich Schmerz in Europa. Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. ist Mitglied der IASP (International Association for the Study of Pain) sowie der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften). Sie ist zudem die interdisziplinäre Schmerzdachgesellschaft von derzeit 19 mitgliederstarken weiteren medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften im Bereich Schmerz. Diese Fachgesellschaften repräsentieren rund 100.000 Mitglieder. Diese Perspektive wird zudem erweitert durch die institutionellen korrespondierenden Mitgliedschaften folgender Vereinigungen: SchmerzLOS e. V. Vereinigung aktiver Schmerzpatienten, MigräneLiga e. V. Deutschland, Milton H. Erickson Gesellschaft für klinische Hypnose (M.E.G.), Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer manual medizinischer Akutkliniken e. V. (ANOA), Interdisziplinäre Gesellschaft für Psychosomatische Schmerztherapie e. V. (IGPS), CRPS Netzwerk - Gemeinsam stark CRPS Bundesverband Deutschland e. V., RLS e. V. Deutsche Restless Legs Vereinigung, ICA Deutschland e. V. Förderverein Interstitielle Cystits in der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V.. 

Die Mitgliedschaft der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V. ist interdisziplinär und interprofessionell und besteht aus Schmerzexperten aus Praxis, Klinik, Psychologen, Pflege, Physiotherapie u. a. sowie wissenschaftlich ausgewiesenen Schmerzforschern aus Forschung, Hochschule und Lehre.

Etwa 23 Mio. Deutsche (28 %) berichten über chronische Schmerzen, 95 % davon über chronische Schmerzen, die nicht durch Tumorerkrankungen bedingt sind. Legt man die „Messlatte“ der Beeinträchtigung durch die Schmerzen zugrunde, so erfüllen 6 Mio. Deutsche die Kriterien eines chronischen, nicht tumorbedingten, beeinträchtigenden Schmerzes. Die Zahl chronischer, nicht tumorbedingter Schmerzen mit starker Beeinträchtigung und assoziierten psychischen Beeinträchtigungen (Schmerzkrankheit) liegt bei 2,2 Mio. Deutschen.