Seite 16-17 - Jubilaeumsbroschuere 2012 DZKJR - SPZ

Basic HTML-Version

In den letzten zehn Jahren hat sich die Strukturqualität für Kinder und Jugendliche
mit rheumatischen Erkrankungen erheblich verbessert. Die Anerkennung des Fach-
gebietes Kinder- und Jugendrheumatologie förderte die Entwicklung qualifizierter
Versorgungs- und Ausbildungsstrukturen, und es wurden wesentliche Fortschritte
in der medikamentösen Therapie gemacht.
Nach Schätzungen auf Basis von Prävalenzstudien und Daten der Kerndokumenta-
tion des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums Berlin leiden etwa 15 - 20.000
Kinder und Jugendliche in Deutschland an einer chronisch-rheumatischen Erkran-
kung.
Der Großteil dieser Patienten leidet an einer der Unterformen der Juvenilen Idio-
pathischen Arthritis (JIA). Kindliche Vaskulitiden und Kollagenosen, sowie auto-
inflammatorische Erkrankungen sind deutlich seltener und häufig in ihrer Ausprä-
gung komplexer. Zum besseren Verständnis fokussiert dieser Beitrag daher die JIA
als Modellerkrankung.
Als chronische Erkrankung stellt die JIA die betroffenen Kinder, ihre Angehörigen
und die Therapeuten der beteiligten Fachrichtungen vor die Aufgabe, einen rela-
tiv langen Zeitraum der Therapie konstruktiv und vertrauensvoll miteinander zu
gestalten. Das multimodale Garmischer Therapiemodell realisiert eine interdiszip-
linäre, auf die individuellen Bedürfnisse der betroffenen Kinder und Jugendlichen
abgestimmte Behandlung. Ziel ist neben der erfolgreichen Behandlung des Entzün-
dungsgeschehens die Wiederherstellung der physiologischen Gelenksfunktion.
Therapiekonzept
Die Welt mit Kinderaugen sehen
Das „Garmischer Modell“ als Beispiel für ein
interdisziplinäres Therapiekonzept
I 17 I