Seite 10-11 - Jubilaeumsbroschuere 2012 DZKJR - SPZ

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1980
1985
1990
1995
Diakon Dietrich Schmeidl
Herr Hans Goller als Rektor der Sonderschule
Marianne Spamer
1990
Gründung der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie
(AGKJR) in Göttingen, später umbenannt in „Gesellschaft für Kinder- und
Jugendrheumatologie“ (GKJR) 1994 und 1997
Sr. Waltraud Ederhof
Zehlendorfer Schwestern
Sr. Gisela Fürst
Zitat von Carola von Altenbockum:
„Als ich 1978 in der Klinik begann, waren wir nur zu dritt in der KG-Abteilung und praktisch auf uns
selbst gestellt. Zu dieser Zeit gab es keine Fachliteratur für Krankengymnasten auf dem Gebiet der
Kinderrheumatologie. Ein kleiner Turnsaal mit ein paar Behandlungsliegen, etwas Spielzeug und sehr
vielen „Quengelschienen“ waren unsere Therapiemittel.
Das Wiederherstellen der Gelenkbeweglichkeit und das Verhindern bzw. das Verbessern von Fehl-
stellungen wurden zu einer fachlichen Herausforderung. Sehr schnell erkannten wir, dass sich
Erfolg hauptsächlich dann einstellte, wenn die Kinder keine Angst hatten, sich bei der Behandlung
entspannten und sich gern behandeln ließen. Das hieß, die Behandlung so schmerzfrei und spielerisch
wie möglich zu gestalten.
Dank einer zunehmend effektiveren medikamentösen Therapie verbesserte sich der Krankheitsverlauf
der Kinder. Dies ermöglichte uns wiederum, die Kinder intensiver zu behandeln, und es entwickelten
sich zunehmend gezielte krankengymnastische Techniken für die Behandlung von Fehlstellungen und
Bewegungseinschränkungen.
Aufbauend auf vorhandene Erfahrungen und eigene Beobachtungen konnten wir so im Laufe der
Jahre in Zusammenarbeit mit Ärzten und Ergotherapeuten ein krankengymnastisches Behandlungs-
konzept entwickeln, das sich immer weiter verbesserte und national und international anerkannt ist.
Das vollständige Miteinbeziehen der Eltern bei der Therapie ihrer Kinder sowie die sich immer
funktioneller gestaltenden Hilfsmittel, der optimal kindgerecht ausgestattete Turnsaal, das große
Bewegungsbad und vieles mehr sind nur ein Teil in dem Mosaik der umfassenden Behandlung der
Rheumakinder. Das sich ständig erweiternde und verbessernde Therapieangebot ist heute selbstver-
ständlich.“
Helmut Schwind
Im Herbst 1980 wurde in der Rheuma-Kinderklinik Garmisch-Partenkirchen der
Bundesarbeitskreis „Eltern rheumakranker Kinder“ ins Leben gerufen. Bereits
seit Anfang des Jahres arbeitete die Geschäftsstelle unter der Leitung von Herrn
Steffny und einer Bürokraft. Diese Beratungsstelle für Eltern existierte bis Ende
1985. Man kümmerte sich um soziale Fragen und Probleme. Auch bei finan-
ziellen Belastungen, die auf die Familien zukamen, wurde geholfen.
Im Rahmen des staatlich geförderten Modellprojektes „Familie und Kinderkran-
kenhaus“, deren Federführung der Abteilung für Medizinische Soziologie“ der
Universität Göttingen übertragen worden war, betreute der Göttinger Diplom-
Psychologe Karl-Heinz Henze 1983/1984 einen Teil der Studie in unserer Rheu-
ma-Kinderklinik. Dabei hat sich ergeben, dass für die Arbeit in der Klinik der
Einsatz von psychologisch-pädagogisch geschulten Mitarbeitern notwendig sei
(siehe „Chronische Krankheit in der Adoleszenz“ von Karl-Heinz Henze, Ferdi-
nand Enke Verlag, Stuttgart 1989).
1988
Im Rahmen des „Modellprogramms zur Verbesserung der Versorgung chronisch Kranker“ durch
das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung wurde dem Antrag der Rummelsberger
Anstalten für eine Sozialarbeiterstelle sowie für Sachmittel entsprochen.
Soziale und pädagogische Therapie
Schule für Kranke
Pflegerische Therapie
Verwaltung
Physikalische Therapie
Ärztliche Therapie
1980
Ab 1980: Mutter / Kind – Aufnahme
erstmals möglich
Turnsaal
A u s - u n d A u f b a u p h a s e
1988
Kauf Villa
1989
Ab 1989 gemeinsame Rheuma-Chirurgie
(Orthopädie und Handchirurgie) zusam-
men mit der Rheumaklinik Oberammergau
(= Aufgabe der eigenen Chirurgie-Abtei-
lung)
1990
das elektronische Zeitalter hält Einzug -
erste PC‘s werden angeschafft.
1990
erster internationaler Kongress
über Physiotherapie in der
Kinderrheumatologie.
1994
das Team der physikalischen Therapie besteht
jetzt aus 8 Krankengymnastinnen,
2 Ergotherapeuten,
1 Masseur
Sr. Gisela Fürst
1988
Kauf Villa
1991
Erweiterung des Schwimmbades
und des Turnsaals
Liegezeit im Durchschnitt 50 Tage!
Marianne Spamer
1987
Am 1. September 1988 wurde eine
Planstelle für soziale und pädagogische
Therapie eingerichtet. Die Aufgabe über-
nahm Diakon und Diplom-Sozialpädagoge
Helmut Schwind.
Foto: Helmut Schwind u. Christel Becker
1994
Fortbildungsreihe:
Die Garmisch-Partenkirchener
Gespräche finden erstmalig im
September 1994 statt.
1994
Einweihung des Neubaus der Villa
1993
erste Veröffentlichungen der Krankengymnastinnen:
Fachbuch „Juvenile chronische Arthritis“ von Carola von
Altenbockum, Leni Hibler, Marianne Spamer und Prof.
Hans Truckenbrodt, Hans Marseille Verlag München
1. Auflage 1993
Carola von Altenbockum
Kirche in
Rummelsberg
Hans Goller
1988
Für die Elternkreise rheumakranker Kin-
der der Deutschen Rheuma-Liga begann
Christel Becker 1988 mit den wöchent-
lichen Beratungen in der Kontaktstelle.
1988
Betreiben und Renovierung der eben gekauften Villa.
1988
Seit 1988 finden regelmäßige Fortbildungen
gemeinsam mit der Gesellschaft medizinischer
Assistenzberufe für Rheumatologie e.V. statt.
Die teilnehmenden Krankengymnastinnen sind
bundesweit zur Behandlung von Kindern sehr
gefragt.