Seite 30-31 - Jubilaeumsbroschuere 2012 DZKJR - SPZ

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Schul- und Berufsbildung
1957 – 1958
Beendigung der Grundschule in Berlin-Spandau
1958 – 1962
Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Berlin Spandau Mittlere Reife
1962 – 1965
AEG-Fabrik Stuttgart Bad-Cannstatt
Ausbildung zum Industriekaufmann mit IHK-Abschluß
Rheuma-Status: Mit Hilfe der betreuenden Ärzte ist es gelungen, die Begleit-
erscheinungen und Nebenwirkungen sowie Veränderungen
am Allgemeinzustand auf dem Entlassungszustand zu halten.
In der Anfangsphase nach der Entlassung aus Garmisch-
Partenkirchen bestand bis ca. 1961 reger Schriftverkehr zur
und auch Besuche in der Rheumaklinik.
In einem Besuch in der Rheumaklinik in Garmisch-Partenkirchen
hatte Herr Dr. Kölle zu mir gesagt, dass ich so etwa um das
25. Lebensjahr mit einer schleichenden Versteifung der Wirbel
säule rechnen müsse.
1965 – 1968
Weiterbildung in Organisation und Programmierung.
Rheuma-Status: Im Alter von 24 Jahren stellten die mich betreuenden Ärzten
fest, dass sich die Beweglichkeit der Wirbelsäule von den
Iliosakralgelenken in Richtung Kopf merklich veränderte.
Diagnose:
Morbus Bechterew
Behandlung:
Aurodetoxin-Kur
Ich habe, der Aufrechterhaltung der Beweglichkeit zuliebe,
mein Boxtraining wieder aufgenommen und die Muskelarbeit
noch weiter intensiviert. Die zunehmende Versteifung der
Wirbelsäule konnte denoch nicht aufgehalten werden.
1968 – 1984
Verschiedene Unternehmen
Schwerpunkt Organisation und Programmierung
1984 – 1990
Karl Knauer KG in Biberach/Baden Leiter der Datenverarbeitung
1990 – 1997
Ph. Holzmann AG in Frankfurt am Main
Gruppenleiter der Zentralen Datenverarbeitung
1998 – 2006
HSG Technischer Service GmbH
Kaufmännischer Projektleiter (Org und Programmierung)
2007 …
Vorgezogener Ruhestand nach Bypass-OP am 06.03.2007.
Rheuma-Status: Das Rheuma und nun auch der Mb. Bechterew stellten für mich
im Berufsleben keine Einschränkung dar. Medikamentös galt
immer die Einstellung: Nie zu viel aber auch nicht zu wenig!
Ich habe in der Schule und im Berufsleben selten gefehlt.
Ärztliche Betreuung und Kuren
Seit der Entlassung aus der Rheumaklinik in Garmisch-Partenkirchen war ich immer
in ärztlicher Betreuung. Der Internist für mein „Inneres“, der Orthopäde für meine
„Beweglichkeit“ und der Augenarzt für die Gesundheit meiner Augen.
Ich habe immer Sport betrieben, auch Kraftsport. Immer unter der Berücksichti-
gung meiner Erkrankung „Rheuma“.
Dazu gehört auch Muskel- und Ausdauertraining. Viele sahen das anders – aber ich
hörte auf meinen Körper. Ich genieße Tempo-Rückenschwimmen und pflege Sport-
arten wie „Nordic Walking“ oder „Radfahren“.
Erst später bin ich ca. alle 3 Jahre nach Bad Gastein gefahren und bin auch heu-
te noch gerne im Gasteiner Tal. Die Radon-Anwendungen bringen Linderung und
Frische in den Körper. Die Medikamenteneinnahme wird reduziert, wobei ich sagen
muss, dass ich im Normalfall auch heute noch abends mit einer Tablette „Diclofenac
50mg“ sehr gut zurechtkomme und nur in der schlechten Jahreszeit evtl. die Dosie-
rung um eine Tablette „Indometacin“ 75 mg am Tage anpassen muss.
Sonstiges
Familie: Verheiratet, drei Kinder (2 Mädchen (44 + 37),
1 Junge (32) alle gesund und munter
Berufsleben: Dozent für Programmiersprachen und Datenbanken an
der Berufsakademie in Karlsruhe
Ehrenämter: Tätigkeit im Vorstand der Dt. Rheuma-Liga (bis 1990) und
Bundesvorsitzender der Dt. Vereinigung Morbus Bechterew
Abschluss
Mir fiel es nie schwer, auf meinen Körper zu hören. Ich habe ein interessantes und
ausgefülltes Berufsleben gehabt und fast nie gefehlt. Ich schlafe gut, bin ausgeruht
und ernähre mich weitestgehend „kohlenhydratarm“. Diese „Steinzeiternährung“
basiert auf Gemüse und ausreichend Fleisch.
Einmal im Quartal unterziehe ich mich einer gründlichen, ärztlichen Untersuchung
bei meinem Internisten und bin somit stets auf dem Laufenden um meine Gesund-
heit.
Selbst heute mit 68 Jahren bin ich agil, kraftvoll, flexibel und ausdauernd.