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JIA, 2 1/2 Jahre bitten um eine 2. Meinung vor Biologika


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Verfasst am: 16. 03. 2016 [20:40]
Tina05
Tina Hofbauer
Themenersteller
Dabei seit: 16.03.2016
Beiträge: 1
Guten Tag,

Wir haben bei unserer Tochter vor einem Jahr einen geschwollenen Mittelfinger festgestellt (wulstig bis nach obenhin). Nach etlichen Untersuchungen (Röntgen, Ultraschall, Blutbild, Harn) kamen wir letztendlich auf die Rheumaambulanz in Wien. Als sie auf die Kortisongabe und Naproxen in geringer Dosierung nicht ansprach und ein Gelenk (Fußgelenk) dazu kam mussten wir mit MTX beginnen. Da die Gelenke völlig frei beweglich sind (auch lt. Physio und Ergotherapeuten) und auch nicht schmerzen kommen wir ohne Schmerzmittel aus. Lt dem Blutbefund waren die Rheumafaktoren nicht erhöht. Ob die Entzündungswerte erhöht waren wissen wir leider nicht das hinterfragen wir beim nächsten Termin.

Zusätzlich hatte sie im letzten Winter offenbar eine Kälturtikaria was auch lange gedauert hat bis wir dahinter gekommen sind. Sie hatte einen starken roten Nesselausschlag im Gesicht wenn wir in der Kälte waren. Sobald sie 10 min im Warmen war ging dieser Ausschlag wieder weg. ( nur zur Info falls es irgendwie mit dem Rheuma zusammenhängen könnte)

Es dürfte sich auch leicht eine Deformierung der Finger herausstellen (Schwanenhals) weshalb sie eine Schiene für die Nacht von der Ergotherapeutin angefertigt bekam.

Lt unseren Rheumatologen ist ihre Form ein bisschen untypisch weil beim Finger eher die Sehnen betroffen sind und am Fuß das Gelenk. Die eine Form ist die frühkindliche und die andere tritt eher bei ein bisschen älteren Kindern auf!?

Kann es sein das die Entzündungswerte nicht erhöht sind bei einem überwärmten und geschwollenem Gelenk?

Seit fast einem Jahr geben wir 1x pro Woche 10mg Methotrexat. Der Fingerumfang hat sich ein wenig verringert das Fußgelenk möchte aber nicht wirklich abschwellen.

Der nächste Schritt wäre jetzt Enbrel! Bevor wir aber damit beginnen möchten wir gerne eine 2. Meinung einholen. Kann es sinnvoll sein es vorerst noch mit einer Kortison Injektion ins Gelenk zu versuchen oder gibt es irgendwelche Alternativen?

Vom Fußgelenk wurde nie ein Ultraschall gemacht sollte man das vielleicht auch noch machen?

Ich würde mich sehr freuen Infos zu erhalten da wir sehr unsicher sind und unserer Tochter keine wöchentlichen Injektionen antun wollen vor allem wegen der Nebenwirkungen und auch weil wir unsicher sind ob man das nicht auch anders behandeln könnte.

Vielen Dank im Voraus

Mit lieben Grüßen

Tina Hofbauer

Verfasst am: 18. 03. 2016 [08:48]
Haefner
Dr. Renate Häfner
Dabei seit: 05.10.2005
Beiträge: 893
Sehr geehrte Frau Hofbauer,
Es gibt jetzt tatsächlich 2 Möglichkeiten, die Therapie sinnvoll zu erweitern. Die Injetionen in Gelenk oder Sehnenscheiden wären möglich, aber dazu muss man genau wissen, was befallen ist, was man mit klinischer Untersuchung und Ultraschall recht gut feststellen kann. Dann sollte man mit Röntgenuntersuchen nachweisen, dass der Knochen noch nicht angegriffen ist. Technisch kann die Injektion bei kleinen Gelenken etwas schwierig sein, auch das muss man berücksichtigen. Wenn also die Injektionen aus welchen Gründen auch immer nicht in Frage kommen, wäre die Therapie mit einem Biologikaum die Alternative.
Ich wünsche Ihrer Tochter baldige Besserung und alles Gute für die Zukunft.
Herzliche Grüße
Dr. Renate Häfner