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Saccroiliitis


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Verfasst am: 12. 11. 2015 [20:34]
inabina
Themenersteller
Dabei seit: 12.11.2015
Beiträge: 2
Sehr geehrte Frau Dr. Häfner,

bei unserer jetzt 13jährigen Tochter wurde im Frühjahr nach fast 2 Wochen Bewegungsunfähigkeit relativ schnell die Diagnose einer Saccroiliitis gestellt ( HLA B27 negativ, Rheumafaktor negativ).
Zuerst bekam sie 3x400mg Ibuprofen - sine effect, dann wurde sie auf 2x25mg Indometacin und 1x500mg Sulfasalzin eingestellt. Damit kam es zur Beschwerdefreiheit und die Medikamente konnten abgesetzt werden. Von Februar bis Ende August Beschwerdefreiheit nur 1x wöchentlich Physiotherapie. Nachdem sie wieder am Sportunterricht teilnahm (Lauf/Sprung), begannen die Schmerzen wieder - begrenzt auf das rechte ISG - mit deutlicher Bewegungseinschränkung umd damit verbundenen Fehltagen in der Schule. Ibuprofen brachte keine Besserung, 2x25mg Indometacin auch nicht. Nun nimmt sie zusätzlich zum Indometacin wieder 500mg Sulfasalazin.Nach einer Woche ist noch keine Besserung in Sicht. Sollte Sulfasalazin keine Besserung bringen, würde sie auf MTX eingestellt werden. Dem stehe ich aber eher skeptisch gegenüber. Welche anderen Therapiemöglichkeiten gibt es bei dieser Diagnose noch? Wie ist die Prognose bei dieser Diagnose?
Außerdem hat sie noch eine Spondylolisthesis im LWS-Bereich und eine leichte Skoliose im unteren Rückenbereich.


Mi freundlichen Grüßen
Verfasst am: 23. 11. 2015 [11:18]
Haefner
Dr. Renate Häfner
Dabei seit: 05.10.2005
Beiträge: 893
Leider kann ich ohne ganue Untersuchung Ihrer Tochter wenig zu Ihrer Frage sagen. Die Diagnose Sakroiliitis erfordert eigentlich eine MRT- Untersuchung, die die entzündlichen Veränderungen beweist. Es können nämlich durchaus auch andere Probleme wie Muskelverspannungen etc. zu Schmerzen in der Iliosakralregion führen, die sprechen dann auf Medikamente nicht so gut an. Da Ihre Tochter HLA B 27 negativ ist, wäre die Diagnose Sakroiliitis eher ungewöhnlich, es sei denn sie hat zusätzlich eine Schuppenflechte (Psoriasis).
Leider spricht die entzündliche Sakroiliitis auf MTX nicht allzu gut an, weshalb diese Therapie nochmals überdacht werden sollte. Aber wie gesagt, wichtig ist, dass die Diagnose eindeutig geklärt ist.
ich wünsche Ihrer Tochter baldige Besserung,
Mit den besten Grüßen
Dr. Renate
Verfasst am: 24. 11. 2015 [19:01]
inabina
Themenersteller
Dabei seit: 12.11.2015
Beiträge: 2
Sehr geehrte Frau Dr. Häfner,

vielen Dank für Ihre Antwort. Die Saccroiliitis wurde im MRT bestätigt. Es finden sich mehrere entzündliche Veränderungen im ISG-Bereich. Im Gegensatz zu 2014 sind die Entzündungsherde im aktuellen MRT rückläufig, aber die Schmerzen sind leider verstärkt.
Wäre eine ambulante Vorstellung in Ihrer Klinik sinnvoll?


Mit freundlichen Grüßen


Ina Gauglitz