25.07.2010

Partnerschaft auf starkem Fundament

Die Kliniken in Rummelsberg und Garmisch-Partenkirchen bekommen neue Träger - Verkauf der Kinderklinik Garmisch-Partenkirchen an Haas/Schmiegelt   Die international als Rheuma-Kinderklinik bekannte Einrichtung in Garmisch-Partenkirchen wird vom bisherigen Ärztlichen Direktor Privatdozent Dr. Johannes-Peter Haas gemeinsam mit dem Investor Dr. Karl-Heinz Schmiegelt übernommen. Dr. Schmiegelt und seine Familie sind der Klinik als großzügige Förderer seit Jahren verbunden. Die neuen Träger werden das medizinische Konzept weiterentwickeln, die betriebswirtschaftliche Grundlage der Klinik sichern und Investitionen für die Zukunft tätigen. Auch künftig wird es eine langfristige Zusammenarbeit mit den Rummelsbergern und den Zehlendorfer Schwestern geben.   Privatdozent Dr. Haas ist seit April 2009 Ärtlicher Leiter der Klinik. Mit seiner über die Region hinaus bekannten Fachkompetenz für Kinderrheumatologie ist er der Garant für die Fortführung und Weiterentwicklung des medizinischen Konzepts. „Mein Ziel ist es, das hohe klinische Versorgungsniveau der Garmischer Rheumakinderklinik in den Bereichen Kinderrheumatologie und Behandlung chronischer Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen weiter auszubauen. Darüber hinaus wollen wir die Kapazitäten des Sozialpädiatrischen Zentrums erweitern“, so PD Dr. Johannes-Peter Haas.


Die zuständigen Gremien haben einstimmig entschieden: Die Rummelsberger Dienste für Menschen (RDM) übergeben das Krankenhaus Rummelsberg an die Sana Kliniken AG. Die Kinderklinik Garmisch-Partenkirchen gGmbH mit dem Deutschen Zentrum für Kinder- und Jugendrheumatologie übernimmt der bisherige Chefarzt, Privatdozent Dr. Johannes-Peter Haas gemeinsam mit dem Investor Dr. Karl-Heinz Schmiegelt.

Beide Klinikbetreiber werden das medizinische Konzept der Häuser als professionelle Fachkliniken weiterführen und eine betriebswirtschaftlich fundierte Basis für deren Zukunft schaffen. Alle Mitarbeitenden der Kliniken werden übernommen.

"Diese weitreichenden Vereinbarungen sind ein guter Start in eine partnerschaftliche Zusammenarbeit und starkes Zeichen für das große Interesse an unserem gut ausgebildeten und hoch motivierten Personal. Außerdem trägt die Übernahme aller Mitarbeitenden entscheidend dazu bei, das diakonische Profil in den Kliniken zu sichern“, sagt RDM-Geschäftsführer Harald Frei. Über den jeweiligen Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Übernahme durch Sana wird nach Zustimmung der Kartellbehörden erfolgen.

„Wir sind überzeugt: Dieser Weg ist für die Kliniken ebenso ein Gewinn wie für unsere Arbeit für junge, alte und behinderte Menschen“, unterstreicht Diakonin Andrea Heußner, Vereinsvorstand und Leiterin der Diakoninnengemeinschaft. „In den Verhandlungen konnten wir Ziele erreichen, die uns besonders wichtig sind.“ Auch unter neuer Trägerschaft werden die Häuser weiterhin als Fachkliniken arbeiten. „Die Betreiber werden das medizinische Konzept der Kliniken sichern und ihren diakonischen Geist wahren. Damit werden die Krankenhäuser ihren guten Ruf weit über die Region hinaus festigen können“, so Andrea Heußner.

Wie der RDM-Geschäftsführer Frei berichtet, konnte bei den Verhandlungen ein fairer Kaufpreis erzielt werden, der auch die Qualität und die Zukunftsperspektiven der Kliniken wiedergibt. „Das wird der Arbeit in unseren Kernbereichen zugute kommen.“ Die Rummelsberger werden zum Beispiel in integrative Projekte investieren, damit Menschen mit einem Handicap möglichst selbstbestimmt leben können. In Zukunft werden die Formen ambulanter Unterstützung von Menschen im Alter zunehmen, auch hier werden die Rummelsberger investieren. Auch die Unterstützung von Kindern soll ausgebaut werden, zum Beispiel mit einem in Bayern einzigartigen Projekt für Beratung und Hilfe für Kinder mit einem Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom mit Hyperaktivität (ADHS). Außerdem werden die Rummelsberger bestehende Verbindlichkeiten bedienen. Harald Frei: „Der Verkauf ist für alle ein Gewinn und ein Signal für die Zukunft.“


Klaus Leder/RDM