27.12.2015

Christliche Pflege und menschliche Zuwendung

Pflegekräfte des Zehlendorfer Diakonievereins arbeiten in der Rheuma-Kinderklinik und feiern Jubiläum


Jubiläumslogo Diakonieverein

Oberin Schwester Dorothea Herz, Pflegedienstleitung in der Rheuma-Kinderklinik

120 Jahre gemeinsam auf dem Weg  - Christliche Pflege und menschliche Zuwendung – dafür steht der evangelische Diakonieverein Berlin-Zehlendorf e.V. und seine Schwesternschaft seit 120 Jahren. Seit 32 Jahren arbeiten Diakonieschwestern – und Brüder auch im „Deutschen Zentrum für Kinder- und Jugendrheumatologie“. Deutschlandweit gehören etwa 2000 Diakonieschwestern und Diakoniebrüder der Schwesternschaft an. Sie sind bundesweit in rund 80 Kliniken, Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie in Kirchengemeinden hauptsächlich in der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege tätig. 

Ein Jahr nach der Gründung des Evangelischen Diakonievereins, also vor 120 Jahren, haben die ersten Diakonieschwestern beschlossen, sich einsegnen zu lassen und damit eine verbindlichere Form des Miteinanders zu begründen. Als Gemeinschaft miteinander und füreinander da zu sein, sich gegenseitig zu stärken und in ihrem Sein zu akzeptieren, das strebten Sie an. Sie haben sich gemeinsam auf dem Weg gemacht, mit all ihren Unterschieden, gestärkt durch ihren christlichen Glauben. Ihr Auftrag lautet seit 120 Jahren: diakonisch arbeiten, pflegen, handeln und denken. Dabei gehören Bildung und die berufliche wie persönliche Förderung von Menschen seit der Gründung  zum Gesicht dieser Gemeinschaft. Erkennungszeichen einer jeder Diakonieschwester und eines jeden Diakoniebruders ist eine Brosche mit der Diakonierose. Diese Rose hat symbolische Bedeutung und meint: „Wir werden vom Kreuz her zum Dienst am Leben gesandt“. 

In den Anfängen der Schwesternschaft ging es vor allem darum, Frauen eine Berufsausbildung und somit die Eigenständigkeit zu ermöglichen. Heute sind nicht nur evangelische Frauen jeden Familienstandes, sondern auch Frauen und Männer, die einer Kirche oder einer kirchlichen Gemeinschaft der ACK (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen) angehören, Teil der Schwesternschaft. Mit großer Mehrheit haben sich die evangelischen Schwestern Anfang 2015 für diesen Schritt entschieden, um auch in Zukunft als starke Gemeinschaft, jetzt bestehend aus Frauen und Männern, diakonisch tätig zu sein.

Die Zusammenarbeit mit der Schwesternschaft des Evangelischen Diakonievereins Berlin-Zehlendorf e.V. in der Rheuma-Kinderklinik begann 1983. Seitdem haben über 50 Diakonieschwestern hier ihren Dienst am Menschen geleistet. „Auf dieses lange Miteinander in gegenseitiger Wertschätzung sind wir stolz“, so Vorstandsoberin Constanze Schlecht.

Derzeit sind 31 Diakonieschwestern und -brüder in der Kinderklinik Garmisch-Partenkirchen gGmbH tätig, davon 21 in der Ausbildung „Gesundheits- und Kinderkrankenpflege“.

Weitere Informationen unter: www.diakonieverein.de